Caught in a cage

Caught in a cage Gedanken eines Teenagers im Underachievement Gefangen in einem Käfig Caught in a cage. With no escape. All those people wanting you to do good, to be…

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Begabungspädagogik

Mein hochbegabtes Kind in Kindergarten und Schule. Wie kann ich es sinnvoll begleiten und an wen wende ich mich bei Fragestellungen zu Förderung, Underachievment und Gesprächen mit Schulen und Kindergärten?Als…

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„Langsame Hochbegabte“

3 Stunden Hausaufgaben täglich wo andere nur 1 h brauchen? Der kann doch nicht hochbegabt sein! „Langsame Hochbegabte“ gibt es auch. Endlos an den Hausaufgaben sitzen, im Unterricht die Hefteinträge nicht fertig bekommen, und immer zerstreut sein. Es gibt hochbegabte Kinder, die genau diese Symptome zeigen. Auffällig ist meist auch die Langsamkeit beim Schreiben, die sich auch mit einem anderem Stift oder Ergotherapie nicht beheben lässt. Auch die Händigkeit scheint keinen Einfluß darauf zu haben. Das Phänomen ist sowohl bei Rechts- als auch bei Linkshändern zu beobachten. Vor allem Kinder mit einem sehr ausgeprägten Selbstbestimmungsdrang neigen zu diesem Phänomen. Sie haben einen tiefen inneren Widerwillen für die aus ihrer Sicht unsinnigen Aufgaben. Alles zieht sich wie Kaugummi und kein Motivationstrainer der Welt kann daran etwas ändern. Dabei machen Sie Leichtsinnsfehler und haben scheinbar gar keinen Durchblick mehr. Im Kopf verschwimmt alles, eine innere Blockade dehnt sich aus. Die einfachsten Aufgaben werden nicht mehr bewältigt. Für die Familie ist das eine äußerst belastende Situation. Die Eltern versuchen alles um das Kind zu den Aufgaben zu motivieren. Von der Schule kommt häufig das Feedback, das alle anderen ja viel schneller sind. Und allzu oft wird dann die Hochbegabung in Zweifel gezogen, weil man glaubt: Hochbegabt = megaschnell. Dem ist mitnichten so. Was viele nicht wissen ist, dass der Cortex bei Kindern mit Hochbegabung deutlich dicker ist als bei normal begabten Kindern. Damit nehmen die Kinder wesentlich mehr Informationen auf und bearbeiten diese als die anderen. Dazu kommt noch, dass Kinder mit Hochbegabung eine latente Inhibition haben. Damit ist der kognitive Prozess gemeint, der es uns ermöglicht, die Stimuli und Informationen, die unser Gehirn aufnimmt, zu sortieren und nach Wichtigkeit zu klassifizieren. Also einfach ausgedrückt: der Filter funktioniert noch nicht. Es dauert etwa bis zum 12. Lebensjahr, bis es damit besser wird. Das ist in etwa der Zeitraum, in dem der Cortex sich abflacht. Bei normal begabten Kinder geschieht das in der 3./4. Klasse. Unsere Schrift ist ein Spiegelbild unserer Seele. Innere Blockaden zeigen sich deutlich beim Schreiben. Nicht eine technische Hilfe führt zur Verbesserung sondern eine Lösung für die inneren Blockaden. Nun was hilft? Tipps für Lehrkräfte: • Weniger ist mehr. Allein die schiere Fülle an Heften (im Grundschulalter meist 3 Hefte pro Fach) mit unterschiedlichen Farben, Wochenplänen, Übungsblätter, Übungshefte usw. erschlägt so manches Kind. Die Klassenzimmer in Grundschulen sind regelrecht überfrachtet mit Informationen. Wenn das Kind alles gleichzeitig aufnimmt und wahrnimmt und dann nicht filtern kann, wird es schon allein durch diese äußeren Strukturen verlangsamt. • Wenn das Schreiben so langsam ist, wie wäre es dann mit wissenschaftlichen Texten, die das Kind interessiert für die Rechtschreibübung? Für die Rechtschreibübung ist es ja egal, ob das Kind über Igel schreibt oder über Kernspaltung. • Die Kinder möchten ernst genommen werden. Auch wenn sie manchmal umfangreich und detailreich über ihre Lieblingsthemen berichten möchten. - Schaffen Sie Raum dafür. Wie wäre es mit einem Referat über das Thema anstatt der normalen Hausaufgaben? Damit wecken Sie die Motivation des Kindes und es fühlt sich wertgeschätzt. • Mobbing beenden. Häufig machen diese Kinder Mobbingerfahrungen in der Schule. Ziehen sie externe Fachkräfte z.B. Schulsozialarbeiter hinzu um Mobbingprozesse zu beenden. Mobbing ist eine Lösungsstrategie der Kinder für Konflikte. Die Kinder müssen andere Lösungsstrategien lernen. Dazu eignen sich soziale Kompetenz-Trainings. Mit den „Mobbern“ zu sprechen beendet meist nicht das Mobbing. Auch ein extra Elternabend dafür beendet es nicht. • Andere Lösungswege- und möglichkeiten zulassen. Hochbegabte Kinder rechnen häufig anders als die anderen. Sie finden eigene Wege. Wenn diese auch zielführend sind dann sollte man sie nicht daran hindern. Selbst wenn es vom Lehrplan abweicht. • Nehmen Sie Beratung in Anspruch. Die DGhK (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind) ist auch Ansprechpartner für Lehrkräfte und Fachkräfte. Sie können sich bei der Elterngruppenleitung vor Ort melden oder beim Beratungstelefon der DGhK. Völlig kostenlos und gerne auch anonym. Tipps für Eltern: • Zuallererst: bleiben Sie ruhig! Okay, ich weiß, das ist schwer! Ihr Kind kann nichts dafür. Das System ist nicht gemacht für ihr Kind. Bauen Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes wieder auf. Diese „langsamen“ Hochbegabten fühlen sich meist sehr dumm. Denn nur wer schnell ist sei ja auch klug. • Strukturieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Hausaufgaben und setzen sie eine zeitliche Begrenzung pro Fach. Am besten besprechen Sie das vorab mit der Lehrkraft, damit ihr Kind auch eine „innere Genehmigung“ dazu hat. • Holen Sie sich Unterstützung in einer Elterngruppe der DGhK (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind). • Bleiben Sie im Gespräch mit den Lehrkräften und werben sie um eine innere Differenzierung. Vielleicht können Sie auch die ein oder andere spannende Idee mit einbringen. • Nehmen Sie im Alltag Druck raus und sorgen Sie für spaßige und entspannte Momente. Hausaufgaben sollten nicht das ganze Leben bestimmen! • Wenn alles nicht hilft dann überlegen Sie, ob ihr Kind mit einer anderen Lehrkraft oder einer anderen Klassengemeinschaft besser zurecht kommt. Vielleicht hat die Lehrkraft der Parallelklasse schon mehr Erfahrung mit Hochbegabten. • Oder ihr Kind überspringt eine Klasse. Selbst Kinder mit schlechten Schulleistungen aber erkannter Hochbegabung können in der Grundschule eine Klasse überspringen ohne in eine Überforderung zu geraten. Alles hängt aber davon ab ob die aufnehmende Lehrkraft bereit ist, das Kind zu unterstützen und dem Überspringen positiv gegenüber gestimmt ist. • Manchmal ist es hilfreich Kontakt zu einer Beratungslehrkraft aufzunehmen und die Möglichkeiten dort zu besprechen. • Laden Sie die Lehrkraft zum Stammtisch der Elterngruppe der DGhK ein. Bei der Elternguppe Günzburg/Neu-Ulm sind regelmäßig Lehrkräfte und Schulleiter dabei. Das fördert einen gelingenden Austausch und vermehrt das Wissen über die Herausforderungen mit hochbegabten Kinder auf beiden Seiten. Nur im Miteinander lassen sich Lösungen finden.

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Vortrag “Hochbegabung erkennen bei Kindern”

Vortrag: "Hochbegabung erkennen bei Kindern" Inhaltsangabe: - Definition Hochbegabung - Äusserliche Merkmale? - Mögliche Hinweise 0-5 Monate - Mögliche Hinweise 5. Monat - 3. Jahr - Mögliche Hinweise 3. - 6. Jahr - Typische Eigenschaften von Grundschulkindern - Allgemeine Hinweise Schulkinder - Fehleinschätzungen - Gesicherte Diagnostik - Ein Kind - zwei IQ´s? - Mögliche Fehlerquellen bei der Diagnostik

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Erfahrungen hochbegabter Schüler mit Homeschooling während dem Corona-Lockdown

März 2020 begann mit einer spannenden Erfahrung für Schulkinder mit Hochbegabung. Endlich Homeschooling. Bislang gab es diese Schulform in Deutschland überhaupt nicht. Sogleich schrieb ich einige mir bekannte Eltern an und ermutigte sie, die Erfahrungen während dem Online-Unterricht festzuhalten. Daraus ergaben sich spannende Erkenntnisse: Insgesamt 23 Familien mit mindestens 50 Schulkindern jeden Alters haben sich an der Umfrage beteiligt. Die Erfahrungen hingen sehr davon ab, ob sich das Kind grundsätzlich wohlfühlt in der Schule und die Schule ein passender Lernort ist. Wenn ja, dann vermissten die Kinder die Schule schon. Wenn nein, dann blühten die Kinder zu Hause förmlich auf und alle bisherigen Stresssymptome (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Ängste, fehlende Motivation usw.) waren verschwunden. Insgesamt fiel es allen recht leicht, sich den Stoff selbständig zu erarbeiten. Unnötige Wiederholungen konnte man ja einfach mal weglassen. Vieles wurde eh nicht kontrolliert von den Lehrer*innen. Abgesehen von den sonstigen Hindernissen wie Überlastung von Mebis oder W-Lan, das zusammenbricht, lief die Übermittlung der Aufgaben recht gut. Manche Grundschulen druckten die Aufgaben aus und ließen sie von den Eltern abholen. Andere Schulen verschickten die Aufgaben als PDF-Datei per E-Mail. Und wieder andere nutzten Plattformen wie Mebis. Manche Lehrer*innen boten eine Telefonsprechstunde an oder kommunizierten direkt per Whatsapp oder E-Mail mit den Schülern. Es gab Aufgaben für die ganze Woche oder auch für einzelne Tage. Vieles orientierte sich am bisherigen Stundenplan. Die Kinder, die den Präsenzunterricht in der Schule vermissten waren entweder an einer Privatschule eingeschult oder sie gingen auf einen Hochbegabtenzug eines Gymnasiums. Das Einzige was die anderen an der Schule vermissten waren Sozialkontakte. Aber dazu wäre ein Schulbesuch nicht zwingend nötig. Für alle ist die Aussicht, dass der neue Schulstart vor allem mit Wiederholungen beginnt, eine enorm schwierige Perspektive. Schließlich bedeutet das wieder Unterforderung mit all den bekannten Auswirkungen: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Gereiztheit, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Depressionen usw. Genau das sind die Dinge, unter denen viele der hochbegabten Kinder die meiste Zeit eh schon leiden. Nicht immer in der vollen Ausprägung. Hier ein paar repräsentative Zitate aus den Rückmeldungen: • „Ich finde er arbeitet mehr und bereitwilliger als wenn er in die Schule geht.“ (5. Klasse Gymnasium) • „Es ist herrlich, wenn man nicht abwarten muss, bis es die Lehrerin 5x erklärt hat und sich alles selber einteilen kann, also das machen kann, worauf man gerade Lust hat.“ (4. Klasse Grundschule) • „Mara (Name geändert) macht immer alles selbstständig am Stück und danach weiter was sie interessiert (aktuell durch Corona natürlich Viren allgemein sowie Englisch).“ (4. Klasse Grundschule) • „Sohn (6.Klasse, Hochbegabten-Zug in Baden-Württemberg) – bekommt in den Hauptfächern für jeweils eine Woche Aufgaben, genießt es sehr, seine Arbeitszeit und -tempo selbst einteilen zu können (arbeitet am liebsten von 6.00 Uhr bis 7.30 Uhr) und ist spätestens am Donnerstag mit allen Aufgaben fertig. Angedacht war Unterricht via Zoom, ist aber wohl inzwischen leider wieder verworfen worden.“ • „Ich wäre auf jeden Fall dafür, dass unsere Kinder dieses Schuljahr noch zu Hause unterrichtet werden können. Unseren Kindern würden einfach noch ein paar Wochen Langeweile erspart! Und was für mich auch noch ein ganz wichtiger Punkt ist, dass der Mark (Name geändert) nicht mehr dem Lehrer ausgesetzt ist, von dem er eigentlich wo es geht gemobbt wird! (4. Klasse Grundschule) • „Das erste halbe Jahr fand sie die Schule recht spannend und dann machte es den Anschein, dass es langweilig wurde. Im Homeoffice hat sie die Möglichkeit wieder Freude am Lernen zu finden, ohne die ständigen Wiederholungen.“ (1. Klasse Grundschule) • „Mein Mittlerer mag Lernen zuhause gar nicht und sehnt sich sehr nach Schule, Freunden und den Lehrern als direkte Ansprechpartner. Und das, obwohl er Kontakt via Zoom hatte. PC und Fernsehen u.ä. hatte. Die Kontakte strengen ihn aber sehr an und sind ihm schnell zu viel.“ (Hochbegabtenzug) • „Unsere Tochter (4. Klasse) lernt seit einigen Wochen von sich aus Spanisch, und Englisch (da es dort leider kein Material für Homeschooling gab) in Eigenregie weiter. Und Latein täte sie auch probieren.… Homeschooling weiter zu machen zu dürfen fände unsere Tochter toll.“ • „Für uns war "Corona" was das Thema Schule angeht erstmal echt ein Segen! • Endlich durchatmen, kein Mobbing mehr und nach eigenem Tages-Rhythmus leben (es soll Menschen geben, die können um 20:30 besser rechnen als um 8:30!).“ (3. Klasse Grundschule) • „Er bräuchte keine Abivorbereitung in der Schule und findet das gerade sehr unsinnig. Lieber würde er sich zu Hause darauf vorbereiten und dann einfach nur zur Prüfung in die Schule gehen.“ (Q 12) Nachlassende Motivation gab es natürlich auch mit der Zeit. Allerdings stand das immer im Zusammenhang mit dem Lernstoff, der einfach nicht spannend genug war. Wenn z.B. dann die Mutter das Kind einen Text über Raumfahrt abschreiben ließ (um die Schreibschrift zu üben) dann war das Kind wesentlich motivierter als bei dem Text, der sich nur um die Häschen drehte. Solche Veränderungen, die schnell zu einer höheren Motivation führen, sind in der Schule meist nicht möglich. Hier noch eine Zusammenfassung der Erfahrungen:

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Unerkannte Begabung im Erwachsenenalter

Niemals am richtigen Ort; nie "dazu" gehören... Eine unerkannte Begabung führt häufig zu einem sehr wechselvollen Berufsleben. Man spürt, dass man nie so richtig dazugehört. Es passt nie so richtig.…

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Hochbegabte entdecken und fördern

Hochbegabte entdecken und fördern Wie? Hochbegabt?! Hochbegabung frühzeitig erkennen für eine stabile und gesunde Persönlichkeitsentwicklung 2 % der Menschen sind hochbegabt und ca. 14 Prozent sind überdurchschnittlich begabt. Wer eine…

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